ZH: Gemeinden sollen Teil der Glencore-Millionen spenden

Der Kanton Zürich erhält durch den Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore 360 Millionen Franken an Mehreinnahmen – davon fliessen 160 Millionen in den Finanzausgleich. Fünf Zürcher Gemeinden sollen einen Anteil dieser Einnahmen nun an Hilfswerke spenden – Einwohner planen entsprechende Initiativen.


Obfelden im Bezirk Affoltern ist nach Hedingen, Affoltern, Hausen und Mettmenstetten die fünfte Gemeinde, die eine Initiative plant, um einen Teil der Steuerausschüttungen des Rohstoffkonzerns Glencore an Hilfswerke zu spenden. Dies schrieb der «Affoltner Anzeiger» am 20. August. Der Gemeinde Obfelden fliessen nach dem Börsengang des Rohstoff-Riesen Glencore eine halbe Million Franken in die Kassen – eine «unsäglich grosse Geldmenge», sagte Helena Heuberger, Mitinitiantin der Initiative, gegenüber der Zeitung. Knapp zehn Prozent dieses Beitrags, also rund 50 000 Franken, sollen laut Initiative nun an die drei Hilfswerke Fastenopfer, Brot für alle und Helvetas gespendet werden. Die Hilfswerke haben Projekte von Glencore wiederholt kritisiert.

Der Gemeinderat von Obfelden werde das Anliegen diskutieren und genau prüfen, sagte der Gemeindepräsident Thomas Ammann bei der Übergabe der von zehn Personen unterzeichneten Initiative. Ist sie zulässig, wird sie an der Gemeindeversammlung im Dezember traktandiert. Die Unterschriftensammlung läuft ab sofort.