Als erste Gemeinde im Kanton Zürich leite sie einen Teil der ausserordentlichen Steuereinnahmen nach dem Börsengang von Glencore an Hilfswerke weiter, so NZZ online. Von den Steuereinnahmen der Glencore-Manager seien 2012 über den kantonalen Finanzausgleich ungefähr eine Millionen Franken in die Kasse von Hedingen geflossen.
Die vorbehaltlose Annahme dieses Geldsegens sei bei vielen Bürgern auf Kritik gestossen, schreibt das Komitee «Rohstoffmillionen – Hedingen handelt solidarisch» gemäss NZZ online. Nach dem Börsengang von Glencore spendet die Gemeinde nun nach dem Volkswillen einen Teil der ausserordentlichen Steuereinnahmen, rund 110000 Franken, zu gleichen Teilen an drei Organisationen: An das Heks, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, für ein Projekt, das Kleinbauern im Kongo Zugang zu Land verschafft, an Helvetas zur Unterstützung von Kakaobauern in Bolivien und an ASK, die Arbeitsgruppe Schweiz Kolumbien, für den Schutz der Menschenrechte von Landbewohnern, die durch den Kohleabbau vertrieben werden.
Hedingen wolle damit ein Zeichen der Solidarität zugunsten jener Menschen setzen, die durch den Rohstoffabbau zu Schaden gekommen seien, so das Komitee. Der Rohstoffkonzern bezahle in den Abbauländern praktisch keine Steuern, hinterlasse aber Belastungen, die der Umwelt und der Gesundheit der Bevölkerung schadeten.
In den Zürcher Gemeinden Affoltern am Albis, Hausen am Albis, Obfelden, Kappel am Albis und Mettmenstetten sind ähnliche Initiativen eingereicht worden, über die Ende des Jahres die Gemeindeversammlungen entscheiden.