Fachkräftemangel
Zentralschweizer Kirchen spannen zusammen
Die Landeskirchen und die Kirchgemeinden haben zunehmend Mühe, Stellen zu besetzen. Aus diesem Grund gehen nun sechs reformierte Landeskirchen eine Kooperation ein, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Ziel des Projekts sei es, die Ausbildungsleistung zu erhöhen und auch potenzielle Absolvierende anzusprechen. Beteiligt sind die reformierten Landeskirchen der Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug.
Konkret haben die Landeskirchen eine gemeinsame Stelle ausgeschrieben, mit welcher die aktuelle Situation in der Ausbildung analysiert und der Bedarf ermittelt werden soll. Beispielsweise könnte auch geprüft werden, ob Kirchen weitere Berufe der Grundbildung, wie beispielsweise das KV, anbieten können, heisst es in der Mitteilung. Ausserdem sollen Interessierte direkt beraten werden. Personalrechtlich ist die Stelle in der Reformierten Kirche Kanton Luzern angesiedelt.
Des weiteren planen die Landeskirchen eine Webplattform, welche «Interessierten für Lebens- und Sinnfragen» einen Einblick in kirchliche Berufe ermöglichen soll. Auch das «Schnuppern» im Pfarrberuf könnte darüber vermittelt werden – etwa indem Interessierte einen Pfarrer oder eine Pfarrerin bei der Vorbereitung einer Taufe, bei einem Besuch im Alterszentrum oder bei einem Seelsorgegespräch begleiten.
Die Landeskirchen zeigen sich überzeugt, dass kirchliche Berufe nach wie vor attraktiv sind. Wer gerne mit Menschen arbeite und sich mit Sinnfragen auseinandersetzen möchte, finde in der reformierten Kirche spannende und vielseitige Berufe.
In der kommenden Zeit werde sich der Fachkräftemangel in vielen Berufen verschärfen – zum Beispiel bei Pfarrerinnen, Sigristen und Sozialdiakonen. Dies könne aus Statistiken abgelesen werden. Grund sind viele anstehende Pensionierungen sowie weniger Abschlüssen. Hier will das auf drei Jahre befristete Projekt Gegensteuer geben. (eba)