«Wort zum Sonntag»: Nicht immer leiser sterben

Pfarrer Martin Kuse nimmt zunehmend Sprachlosigkeit der Menschen angesichts des Todes wahr und beobachtet ihre Versuche, den Tod aus dem öffentlichen Leben zu verbannen.

Er wünscht sich, dass auch schwere Geschichten rund um ein Menschenleben erzählt werden können und möglichst viele Angehörige die Gelegenheit bekommen, sich im Trauergottesdienst von Verstorbenen zu verabschieden. Auch der Brauch vom „Leidmahl“ im Anschluss an den Trauergottesdienst sei etwas Wertvolles und ermögliche, beim gemeinsamen Essen und Trinken einander Geschichten zu erzählen. Und beim Erzählen könne dann die Trauer ins Fliessen kommen – auf das Leben zu.