Winterthurer Reformierte wollen keine Fusion

Die Stimmberechtigten der sieben Winterthurer Kirchgemeinden haben sich gegen einen Zusammenschluss zu einer einzigen Kirchgemeinde ausgesprochen. Hingegen soll die Zusammenarbeit auf Ebene des Stadtverbandes gestärkt werden.


Fusion zu einer einzigen Kirchgemeinde oder Stärkung des Stadtverbandes? Über diesen Grundsatzentscheid stimmten die Winterthurer Reformierten am Sonntag ab. Sechs der sieben Kirchgemeinden sowie die Mehrheit der Stimmberechtigten sprachen sich schliesslich für die zweite Variante aus, wie es in einer Mitteilung vom 27. September heisst.

Demnach gaben die Kirchgemeinden Oberwinterthur, Seen, Mattenbach, Veltheim, Wülflingen und Töss dem Modell «Aufwertung des Stadtverbandes» den Vorzug. Lediglich die Kirchgemeinde Winterthur Stadt stimmte für den Zusammenschluss zu einer einzigen Kirchgemeinde.

Mehr Mittel für Stadtverband

Das siegreiche Modell könne nun weiterbearbeitet werden, heisst es in der Mitteilung. Unter anderem soll der Stadtverband mehr Kompetenzen und Mittel erhalten, um gesamtstädtische Projekte zu verwirklichen. Zudem werde eine Kommission geschaffen, um die Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden zu fördern.

Als nächstes muss der Stadtverband nun seine Statuten überarbeiten und der Zentralkirchenpflege vorlegen. Heisst diese den Antrag gut, kommt es erneut zur Urnenabstimmung. Ziel des Stadtverbandes sei es, bereits die Gesamterneuerungswahlen im April 2022 gemäss den überarbeiteten Statuten durchzuführen. (no)