Nach Attentat

Weltkirchenrat verurteilt Gewalt in Jerusalem

Nahe der Klagemauer in Jerusalem sind bei einem Attentat auf einen Bus mit jüdischen Gläubigen acht Menschen verletzt worden. Nun fordert der Weltkirchenrat ein Ende der Gewalt.

Ein Attentat auf einen Linienbus in Jerusalem wühlt derzeit Israel auf. Bei dem Terrorakt am frühen Sonntagmorgen sind laut Medienberichten mehrere Menschen verletzt worden. Bestürzt über die Gewalt zeigte sich der amtierende Generalsekretär des Weltkirchenrates, Ioan Sauca. «Wir verurteilen diese Anschläge auf unschuldige Menschen», erklärte Sauca am Montag, 15. August. «Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sollten nicht um ihr Leben fürchten müssen.»

Bei dem Attentat hatte ein Mann in der Nähe der Klagemauer mehrere Schüsse auf einen Linienbus abgefeuert. Acht Menschen wurden dabei verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Opfern befand sich auch eine schwangere Frau. Tatverdächtig ist nach übereinstimmenden Medienberichten ein Palästinenser aus Ostjerusalem.

Der Anschlag ereignete sich eine Woche nach einer dreitägigen militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Schon während der Auseinandersetzung hatte Sauca beide Seiten zu einem sofortigen Ende der Gewalt aufgefordert. (epd/no)