Krieg im Nahen Osten

Weitere Hilfsgüter erreichen Gazastreifen

Im Gazastreifen sind weitere 26 Lastwagen mit dringend benötigten Hilfsgütern eingetroffen. Diese reichten aber bei weitem nicht aus, betonen die Vereinten Nationen.

Ein Konvoi von 26 Lastwagen hat am Montagabend Essen und Arzneimittel von Ägypten über die Grenze in den Gazastreifen gebracht. Damit seien seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas insgesamt 144 Lkw in dem abgeriegelten Küstengebiet eingetroffen. Das teilte der Palästinensische Rote Halbmond mit, eine Partnerorganisation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in den palästinensischen Autonomiegebieten.

Nach israelischen Angaben standen am Dienstagmorgen weitere 80 Lastwagen mit Hilfsgütern zur Kontrolle für die Einfuhr in den Gazastreifen bereit. «Dies ist die grösste Lieferung von Hilfsgütern seit Beginn des Krieges», teilte die zuständige israelische Behörde Cogat auf der Plattform X mit.

Die Vereinten Nationen betonen immer wieder, dass die Lieferungen angesichts der dramatischen humanitären Lage in Gaza bei weitem nicht reichen. «Die Handvoll Konvois, die durch (den Grenzübergang) Rafah gelassen wird, ist nichts im Vergleich zu den Bedürfnissen von mehr als zwei Millionen in Gaza gefangenen Menschen», sagte Philippe Lazzarini, Generalkommissar des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA.

Er warnte davor, dass noch viel mehr Menschen durch die Belagerung sterben würden. Essen, Wasser und Arzneimittel würden knapp, Strassen im Gazastreifen seien mit Abwasser überflutet. «Wir können diese menschliche Tragödie nicht mehr ignorieren», sagte Lazzarini, und sprach von einer «Hölle auf Erden». (sda/ dpa/ no)