Die Terrorgefahr in Deutschland wird von Sicherheitsexperten als hoch eingeschätzt. Am 21. November nahmen Polizisten in vier deutschen Städten vorläufig sechs Männer fest, die dem «Islamischen Staat» angehören sollen, wie die deutsche Nachrichtenagentur epd berichtet. Unter Berufung auf Ermittlerkreise meldete der Hessische Rundfunk, dass ein geplanter Terrorakt dem Essener Weihnachtsmarkt gelten sollte.
In Frankfurt am Main will die Polizei in diesem Jahr erstmals
Strassen, die zum Weihnachtsmarkt führen, mit Betonpollern abriegeln, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Auf dem Weihnachtsmarkt, der in Frankfurt in diesem Jahr am 27. November beginnt, werde die Polizei wie bereits in den vergangenen Jahren mit Streifenbeamten in Uniform und in Zivil vor Ort stark präsent sein, hiess es. Ausserdem nutze die Polizei Videoüberwachung, teilte eine Sprecherin mit. Konkrete Anschlagspläne liegen den Angaben zufolge nicht vor.
Strassensperren in Nürnberg
Auch auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt, der am 1. Dezember beginnt, sollen Strassensperren Besucher schützen. «In diesem Jahr stellen wir auf Zugangsstrassen erstmals Poller auf», sagte ein Sprecher des Informationsamts der Stadt Nürnberg. Zusätzlich sollen Polizeifahrzeuge die Strassen blockieren – wie bereits im vergangenen Jahr.
Weitere Grossstädte treffen derzeit besondere Vorkehrungen. Leipzig wolle an wichtigen Zufahrtsstrassen rund um den Weihnachtsmarkt «physische Sperren» errichten, gab die Stadt bekannt. Weitere Massnahmen würden geprüft oder seien in Vorbereitung. (epd)