Verleger Peter Buff ist tot

In den 80ern gründete Peter Buff den christlichen Buchverlag Jordan, in dem namhafte Autoren wie Kurt Marti publizierten. Nun ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.

Peter Buff gründete 1984 den Jordan-Verlag. Ein «im weitesten Sinne christlicher Verlag, der im Zweifelsfall nicht Trennendes, sondern Gemeinsames in seinem Verlagsprogramm betont», wie er selbst einmal schrieb. Nun ist Buff nach schwerer Krankheit am 4. Januar im Alter von 73 Jahren gestorben, wie die Familie gegenüber ref.ch bestätigte.

Im Jordan-Verlag publizierten namhafte Autoren wie Kurt Marti, Josua Boesch, Max Bolliger, Alfred A. Häsler, Christoph Hürlimann, Ulrich Knellwolf, Guido Kolb, Max Thürkauf, Silja Walter, Emil Weber und Rolf Erler. Letzter war mit Buff befreundet. «Peter Buff nannte sich gern und damit bescheiden ‹Garagenverleger›, was praktisch bedeutete, dass er nicht etwa ein Auto, sondern unzählige Bücher, Manuskripte und Ordner in seiner Garage parkierte», erinnert sich Erler.

«Peter Buff hat sich als akribischer und einfühlsamer Korrektor ausgezeichnet, was seine gesamte Autorenschaft hoch zu schätzen wusste», so der Autor weiter. Viele seiner Bücher konnten sich demnach einer Auflagenhöhe von über 3'000 Exemplaren erfreuen. Und fast noch bis in seine Todesstunde hinein habe er unbeugsam an der vierten Auflage von Emil Webers «S Nöi Teschtamänt Züritüütsch» gearbeitet.

Buff führte den Buchverlag Jordan während über dreissig Jahren nebenberuflich. Bis zu seiner Pensionierung unterrichtete er 26 Jahre lang an der KV Business School in Zürich alle Fächer im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft.

Mitglied der Kirchensynode

Peter Buff wurde in Zürich geboren und wuchs in der Stadt auf. Nach dem Studium in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich arbeitete er 14 Jahre in der Privatwirtschaft, bevor er in die Buchbranche zum Artemis-Verlag in Zürich und die dazugehörende Buchhandlung zum Elsässer wechselte. Danach arbeitete er im Verlag Huber, Frauenfeld, sowie später als Leiter der damals grössten evangelischen Buchhandelskette der Schweiz, der CVB in Zürich.

Von 1980 bis 1988 sass Buff in der Reformierten Kirchenpflege Zürich-Seebach und war von 1989 bis 1999 Mitglied der kantonalen Reformierten Kirchensynode. In der Kirchenpflege Seebach ist er 1985 mit der sogenannten «Chilenen-Aktion» aufgefallen. Im Rahmen eines Kirchenasyls beherbergte Buff in der Seebacher Markuskirche 52 chilenische Menschen, die vor dem damaligen totalitären Pinochet-Regime in die Schweiz geflüchtet waren. Die Aktion war ein Erfolg, niemand wurde ausgeschafft. (bat)