Kirchgemeinde Thun

Verein will Fusion vorantreiben

Die fünf Gemeinden der reformierten Gesamtkirchgemeinde Thun sollen fusionieren. Ein neu gegründeter Verein macht sich für das Anliegen stark.

In der reformierten Gesamtkirchgemeinde Thun wird seit längerer Zeit über eine Fusion debattiert. Im November 2021 hat das Parlament die Exekutive der Gesamtkirchgemeinde damit beauftragt, ein Konzept für eine neue Kirchgemeinde Thun zu erarbeiten. Die bestehenden Gemeinden Thun-Stadt, Strättligen, Lerchenfeld, Goldiwil-Schwendibach und Paroisse francaise de Thoune sollen demnach zu einer einzigen Kirchgemeinde Thun zusammengeführt werden.

Um diesen Prozess zu unterstützen, haben sich 13 Kirchenmitglieder nun zu dem Verein «Reformierte Thun» zusammengeschlossen, wie das «Thuner Tagblatt» am 13. Januar berichtete. Der Verein, der von dem ehmaligen Präsidenten des Kleinen Kirchenrates Fridolin Marti präsidiert wird, setzt sich laut eigenen Angaben zum Ziel, den Fusionsprozess «aktiv zu unterstützen und ihm zum Erfolg zu verhelfen».

Für einen Zusammenschluss der bestehenden Gemeinde sprächen verschiedene Gründe, argumentiert der Verein auf seiner Webseite. So sei die Zahl der Kirchenmitglieder rückläufig und es stünden immer weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung. Zudem sei es schwierig geworden, Kirchenmitglieder für die Ämter in den Behörden zu gewinnen oder Stellen in der Verwaltung der Kirchgemeinden zu besetzen.

In der Vergangenheit wurden die Strukturen der Gesamtkirchgemeinde immer wieder als ineffizient und nicht mehr zeitgemäss kritisiert. In der Vernehmlassung, die dem Antrag im November vorausgegangen war, sprachen sich vier der fünf Kirchgemeinden klar für eine Fusion aus. (no)