Ein Generationenhaus öffnet bald seine Tore

Die evangelische Kirchgemeinde Uznach und Umgebung hat mit dem Generationenhaus in Eschenbach SG ein Pionierprojekt auf die Beine gestellt. Ende Juni wird das Haus fertiggestellt.

Pfarrer Martin Jud vor dem Generationenhaus.
Pfarrer Martin Jud vor dem Generationenhaus. (Bild Assunta Chiarella)

Martin Jud, reformierter Pfarrer der Kirchgemeinde Uznach und Umgebung, ist stolz auf die voranschreitenden Bauarbeiten für das neue Generationenhaus. Es befindet sich im Herzen von Eschenbach, in unmittelbarer Nähe der katholischen Kirche, des Altersheims und der Schule. Harmonisch eingebettet in die Gartenlandschaft des Friedhofs, signalisiert das moderne Gebäude bereits von Weitem eine willkommene Offenheit, versinnbildlicht durch das grosse, schwungvolle Dach.

Die Idee zum Generationenhaus ist im Zusammenhang mit dem Projekt «Generationenkirche» entstanden, das beabsichtigt, Menschen miteinander zu verbinden: «Das wollen wir nun mit dem Generationenhaus verstärken, indem wir Menschen unterschiedlichen Alters zusammenführen», begründet Martin Jud das Vorhaben.

Dass es hierfür entsprechende Räume brauche, sei einer der wichtigsten Erkenntnisse im Entwicklungsprozess bei der Kirchgemeinde gewesen: «Etliche Frauen und Männer aus der Region sowie eine externe Fachunterstützung haben die Vision zum Modell Familien-Generationenkirche entwickelt. Umgesetzt wurde das Ganze durch den Uzner Architekten Heinrich Schwarzenbach, der im Vorfeld den ausgeschriebenen Wettbewerb gewann.»

Investition für die Zukunft
Der bewilligte Baukredit beträgt 4,19 Millionen Franken: «Eine Investition, die sich lohnt», betont der reformierte Pfarrer. Denn das Generationenhaus sei eine grosse Chance, diese Begegnungsform besser zu gestalten als üblicherweise in klassischen Kirchgemeindehäusern: «Die Grundanlage des Hauses ist so konzipiert, dass die notwendigen Räume bereits vorhanden sind. Keiner der Räume muss für bestimmte Zwecke, wie beispielsweise für einen Versammlungsraum, Jugendtreff oder auch Kinderspielraum umfunktioniert werden», erklärt Jud.

Dies sei einer der Kernüberlegungen gewesen, die zu diesem Baustil und der Bezeichnung «Generationenhaus» geführt hätten. Der Auftrag der Kirche bleibe zwar derselbe, jedoch mit anderen Formen, wie der Uzner Pfarrer erklärt: «Neu möchten wir auch Gemeindemitglieder erreichen, die bis anhin am Kirchgemeindeleben nicht teilgenommen haben und zugleich näher bei den Menschen und der ganzen Bevölkerung sein.»

Grosses Einweihungsfest im August
Schweizweit sei sowohl eine Distanzierung als auch ein Mitgliederschwund bei den Reformierten spürbar, aber: «Aufgrund der geographischen Lage haben wir jährlich einen Mitgliederzuwachs von rund einem Prozent, bedingt durch Zuzüge in den Gemeinden. Daher befinden wir uns in einer glücklichen Situation.» Das sei der Hauptgrund gewesen, weshalb sich die Verantwortlichen ein so grosses Millionenprojekt zugemutet hätten.

«Dies ist nicht zuletzt auch der politischen Gemeinde zu verdanken, die uns den Boden zur Verfügung gestellt hat, wie auch der guten Zusammenarbeit und dem Einverständnis der katholischen Kirche. Beide haben uns bei der Realisierung dieses hervorragenden Begegnungsortes unterstützt», erzählt Jud. Verläuft alles nach Plan, sollten die  Bauarbeiten Ende Juni beendet sein.

Am 23. August findet die offizielle Eröffnung statt, und ab 16 Uhr steht das Haus für die ganze Bevölkerung offen. In der Eröffnungswoche (ab dem 25. bis zum 31. August) können die Besucher täglich von den unterschiedlichen Angeboten profitieren und sich über das Programm informieren.

Website des Generationenhauses