Vereinigte Staaten

Studie: Pfarrer geben selten Wahlempfehlungen im Gottesdienst

Ausserhalb des Gottesdienstes beziehen amerikanische Pfarrerinnen politisch Stellung, währenddessen jedoch kaum. Am politischsten seien schwarze protestantische Geistliche, hat eine Studie ergeben.

Nur sehr wenige protestantische Pfarrerinnen und Pfarrer in den USA geben laut eigener Aussage Wahlempfehlungen von der Kanzel an. Viele beziehen jedoch ausserhalb des Gottesdienstes Stellung, wie aus einer Befragung des evangelikalen Forschungsinstituts Lifeway Research in Nashville hervorgeht.

Demnach sprachen sich im laufenden Jahr nur zwei Prozent der Pfarrerinnen im Gottesdienst für einen zur Wahl stehenden Kandidaten oder eine Kandidatin aus. Allerdings hätten das 25 Prozent ausserhalb des Gottesdienstes getan.

Schwarze Geistliche (40 Prozent) äusserten sich häufiger zu einem Wahlkampf als weisse (24 Prozent) und hispanische (20 Prozent). 32 Prozent der Pfarrer seien nach eigenen Angaben Republikaner, 28 Prozent Demokraten und 16 Prozent politisch unabhängig. Lifeway hat für die Erhebung nach eigenen Angaben 1003 protestantische Pfarrerinnen befragt. (epd/ dst)