Prediger und Donald Trump wollen keine Muslime in den USA mehr

Baptistenprediger Franklin Graham hat sich für einen Einwanderungsstopp für alle Muslime in die USA ausgesprochen. Er unterstützte damit eine Forderung des Republikaners Donald Trumps.

Donald Trump fordert Einwanderungsstop von Muslimen. Ebenso auch der evangelikale Priester Franklin Graham.
Donald Trum fordert Einwanderungsstop von Muslimen. Ebenso auch der evangelikale Prediger Franklin Graham. (Bild: wikimedia/Gage Skidmore CC BY-SA 3.0)

Franklin Graham zitierte am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite eine Umfrage des Pew-Forschungsinstituts, die sich auf eine Erhebung aus dem Jahr 2011 bezieht. Nach dieser seien acht Prozent der in den USA lebenden Muslime überzeugt, dass Selbstmordattentate und andere Gewalttaten im Namen des Islams «manchmal» oder «oft» gerechtfertigt seien. Ebenso verurteilte er Republikaner, die Donald Trumps Forderung des Einwanderungsstopps von Muslimen. «Politiker in Washington» hätten anscheinend den «Bezug zur Realität» verloren, schrieb er.

Kirchen kritisieren Trump

In den Kirchen ist Trumps Forderung überwiegend auf Kritik gestossen. Ein gegen eine Religionsgruppe gerichtetes Verbot bedrohe die Religionsfreiheit, warnte der Präsident der baptistischen Kommission für Ethik und Religionsfreiheit, Russell Moore. Im Rundfunksender NPR sagte Moore, die meisten Evangelikalen verständen den «Unterschied zwischen friedfertigen Muslimen» und gewalttätigen Muslimen. Christen müssten für die Religionsfreiheit aller Menschen eintreten.

Humanitäre und religiöse Flüchtlingshilfsverbände haben sich nachdrücklich für die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in den USA ausgesprochen. Es gebe «überhaupt keinen Grund», das nicht zu tun, erklärte der römisch-katholische Kardinal Theodore McCarrick in Washington. (epd)