US-mexikanische Grenze gefährlichste Migrationsroute über Land
Über 2,75 Millionen Mal haben Menschen ohne gültige Dokumente letztes Jahr versucht, von Mexiko in die USA zu gelangen. Dabei handelt es sich um einen Rekord. Der Weg durch die Wüste endet aber auch für viele Menschen tödlich. Über 680 Migranten seien im 2022 ums Leben gekommen oder würden vermisst, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM). Die Zahl lag etwa acht Prozent niedriger als im Jahr davor. Allerdings rechnet die IOM mit einer hohen Dunkelziffer. Damit ist die mexikanisch-amerikanische Grenze laut der UNO die gefährlichste Migrationsroute weltweit über Land.
Insgesamt seien auf den amerikanischen Kontinenten im vergangenen Jahr mindestens 1450 Migranten umgekommen, teilte die IOM weiter mit. Die Organisation registriert Todes- und Vermisstenfälle auf allen Migrationsrouten weltweit seit 2014. Seitdem hat die IOM insgesamt über 58'400 Todes- und Vermisstenfälle erfasst. Die mit Abstand höchste Zahl betrifft das Mittelmeer: rund 28'000 Personen seit 2014.
Im vergangenen Jahr wurden auf den Mittelmeerrouten mehr als 2400 Todes- und Vermisstenfälle dokumentiert. In diesem Jahr waren es auf den Routen von Nordafrika und der Türkei etwa Richtung Griechenland, Malta, Italien, Zypern und Spanien bis Anfang September bereits über 2300. (sda/ pef)