Universität Luzern und Theologieprofessor einigen sich

Im Streit um die Entlassung des Theologieprofessors Martin Mark durch die Universität Luzern kommt es doch nicht zu einem Gerichtsprozess. Die beiden Parteien haben sich darauf geeinigt, dass der Alttestamentler ordentlich emeritiert wird. Im Gegenzug verzichtet Mark auf seine Klage.


Die Universität Luzern und der Theologieprofessor Martin Mark haben ihren Streit um die Freistellung beigelegt. Wie die Universität am 14. Februar mitteilte, wird die Kündigung per 31. Januar in eine ordentliche Emeritierung per 1. März umgewandelt. Im Gegenzug verzichtet Mark auf eine Klage. Mit der Emeritierung sei seine wichtigste Forderung vollumfänglich erfüllt, schrieb Mark selber dazu in einer Mitteilung.

Ein Sprecher der Universität sagte auf Anfrage, die vorzeitige Emeritierung komme einer Frühpensionierung gleich. Dies wäre bei einer Kündigung nicht möglich gewesen. Zu den finanziellen Auswirkungen des Vorgehens äusserte sich der Sprecher nicht.

Mark will nach der Emeritierung in sein Heimatbistum Freiburg im Breisgau zurückkehren und dort eine berufliche Tätigkeit übernehmen, wie er schrieb. Das kleine Pensum mit priesterlicher Tätigkeit im Pastoralraum Malters LU will er im kommenden Sommer beenden.

Entlassung warf hohe Wellen

Die Leitung der Universität Luzern hatte dem früheren Dekan der Theologischen Fakultät nach eigener Darstellung wegen eines zerrütteten Vertrauensverhältnisses gekündigt. In der Darstellung des Professors waren es seine kritischen Fragen zu den Finanzen der Fakultät, die zu seiner Entlassung führten.

Die Entlassung hatte im vergangenen Sommer hohe Wellen geworfen. Die Studentenschaft lancierte eine Petition, verwies auf die menschlichen und wissenschaftlichen Qualitäten von Mark und verlangte dessen Rehabilitation.

Noch im Dezember blieb die Universität bei der auf Ende Januar 2019 ausgesprochenen Kündigung. Die angestrebte Einigung sei nicht erzielt worden, teilte sie damals mit. Mark kündigte daraufhin an, die auf den 31. Januar 2019 ausgesprochenen Kündigung nun auf juristischem Weg zu bekämpfen.

Der aus Freiburg im Breisgau stammende Mark war im Frühling 2013 ordentlicher Professor in Luzern geworden. Sein Fachgebiet ist die Exegese des Alten Testaments. 2014 wurde er Dekan der theologischen Fakultät in Luzern, der ältesten katholisch-theologischen Lehr- und Forschungsinstitution in der Schweiz. (sda/no)