Theologieprofessor will Uni Luzern verklagen

Der freigestellte Theologieprofessor Martin Mark und die Universität Luzern konnten sich nicht aussergerichtlich einigen. Es bleibt bei der ausgesprochenen Kündigung auf Ende Januar 2019. Dagegen wird Mark Klage einreichen.


Die Kündigung des Theologieprofessors Martin Mark wird nicht zurückgenommen. Bei Verhandlungen zwischen Mark und der Universitätsleitung konnte keine Einigung erzielt werden, schreibt die Universität Luzern am 11. Dezember.

Die Universität begründet die Kündigung mit «einem zerrütteten Vertrauensverhältnis». Entgegen kursierenden Gerüchten seien zu keinem Zeitpunkt Vorwürfe wegen Verfehlungen oder Grenzüberschreitungen in sexuellem Kontext im Raum gestanden.

Der Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät ist seit Ende Juli von seinen Aufgaben freigestellt. Eine erste Klage gegen die Freistellung habe er «als Zeichen guten Willens für eine einvernehmliche Einigung» damals zurückgezogen, wie Mark am 11. Dezember mitteilt.

Neue Anklage in Vorbereitung

An der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung mit Mark beteiligte sich der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss, der auch Präsident des Universitätsrates ist, und Bruno Staffelbach, der Rektor der Universität.

Nach den gescheiterten Verhandlungen würden seine Anwälte nun eine Klage gegen die Universität Luzern wegen rechtswidriger Kündigung ausarbeiten, schreibt der katholische Theologe Mark. Damit solle «festgestellt werden, welche Hintergründe und Konstellationen tatsächlich dazu geführt haben».

Im September 2017 wurde Mark als Dekan der Theologischen Fakultät abgesetzt. Im Juli 2018 erhielt er die Kündigung seiner Professur. Mit einem öffentlichen Gerichtsverfahren will er nun Transparenz in die Geschehnisse um seine Absetzung und seine Kündigung bringen. Er sei, nach wie vor bereit, «die Verhandlungen über eine gütliche Einigung wieder aufzunehmen», schreibt der Theologe. (kath.ch/ms/pd)