Universität Luzern besetzt Professur für Islamische Theologie

Die Universität Luzern hat als Vorbereitung auf das geplante neue Zentrum für Komparative Theologie eine Assistenzprofessur für Islamische Theologie geschaffen. Als Assistenzprofessorin hat sie nun die Jordanierin Rana Alsoufi berufen.

Rana Alsoufis Forschungsschwerpunkte sind Islamisches Recht und der interreligiöse Dialog.
Rana Alsoufis Forschungsschwerpunkte sind Islamisches Recht und der interreligiöse Dialog. (Bild: Universität Luzern)

Wie die Universität am Donnerstag mitteilte, ist Alsoufi 1982 in Amman, Jordanien,  geboren worden. Sie studierte in ihrer Heimat und in Schottland. Ihre Promotion machte Alsoufi 2012 in Edinburgh. Seit 2013 ist sie an der Universität von Erlangen-Nürnberg tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das islamische Recht im Kontext moderner Rechtstheorien und der interreligiöse Dialog.

Die Universität Luzern hat die Schaffung eines Zentrums für komparative Theologie und einer Assistenzprofessur für islamische Theologie im Juli 2016 bekannt gegeben. Die Assistenzprofessur ist auf fünf Jahre befristet. Finanziert wird sie durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Interreligiöser Dialog fördern

Das neue Zentrum soll den Dialog zwischen den drei abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und Islam verbessern. Nach Angaben der Universität Luzern gibt es in der Schweiz bislang kein universitäres Angebot für komparative Theologie.

Komparative Theologie betrachte Religionen sowohl aus einer Innensicht als auch mit dem Blick des Anderen. Sie bilde die Grundlage für einen Dialog auf Augenhöhe.

Wann das Zentrum seinen Betrieb aufnimmt, ist nach Angaben eines Universitätssprechers noch offen. (sda)