Unicef fordert mehr Schutz für Kinder in Konfliktgebieten

Das Kinderhilfswerk Unicef verurteilt die anhaltende Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Mehr denn je sei die grosszügige Unterstützung der reichen Länder gefragt.


Die Vereinten Nationen haben den uneingeschränkten Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten weltweit gefordert. In Konflikten vom Südsudan über Syrien bis Afghanistan seien auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres Mädchen und Jungen angegriffen und getötet worden, sagte die Exekutivdirektorin des Hilfswerks Unicef, Henrietta Fore, am 15. Mai. Fore verurteilte auch Gewalt gegen Kinder im Gaza-Konflikt.

Rekrutierung von Kindersoldaten stoppen

Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen müssten gestoppt werden, verlangte Fore. Ebenso sollten Konfliktparteien endlich die Rekrutierung von Kindersoldaten und die Belagerungen ganzer Ortschaften einstellen. Weiter prangerte Fore sexuellen Missbrauch von Kindern an.

Aufruf an die Geberländer

Die Unicef-Chefin beklagte die Lage im Jemen, wo in diesem Jahr mutmasslich mehr als 220 Kinder getötet und mehr als 330 verletzt worden seien. Fast 4,3 Millionen Kinder in dem Bürgerkriegsland drohe der Hungertod. Zudem ging Fore auf das Schicksal von Kindern in der Zentralafrikanischen Republik und in Bangladesch ein. In Bangladesch lebten mehr als 400’000 Flüchtlingskinder der Rohingya-Minderheit aus Myanmar unter erbärmlichen Bedingungen.

Die Unicef-Chefin bat reiche Geberländer, betroffene Kinder grosszügig zu unterstützen. Bislang habe Unicef erst 16 Prozent der benötigten Gelder für 2018 erhalten, um die grösste Not zu lindern. (epd)