UN: Schwere Mangelernährung in Syrien
In Syrien ist das Essen knapp, wie das UN-Nothilfebüro in einer Mitteilung schreibt. Syrien ist für die Schweiz eines der wichtigsten Herkunftsländer von Menschen, die Asyl beantragen. 2023 haben 1417 syrische Staatsangehörige einen Antrag gestellt, die Anerkennungsquote liegt bei 46 Prozent.
Das UN-Nothilfebüro hat vor einer weiteren Verschlechterung der humanitären Lage in Syrien gewarnt. Rund 13 Millionen Syrerinnen und Syrer hätten nicht genug zu essen, wird der Direktor des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Ramesh Rajasingham, zitiert.
Das entspreche in etwa der Hälfte der syrischen Bevölkerung. Mehr als 650’000 Kinder unter fünf Jahren hätten Wachstumsstörungen aufgrund schwerer Mangelernährung. Bislang hätten die UN und ihre Partner weniger als 13 Prozent der benötigten Gelder für die Finanzierung der humanitären Hilfe in Syrien erhalten.
Laut den UN sind innerhalb des Konfliktlandes 7,2 Millionen Zivilisten vertrieben worden. Ausserhalb des Landes halten sich 6,4 Millionen syrische Flüchtlinge auf. In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg. Präsident Baschar al-Assad kämpft mit Hilfe Russlands und des Irans gegen Rebellen und Extremisten. (epd/ dst)