UN-Chefs fordern mehr Hilfe für Rohingya

Vor zwei Jahren flohen die Rohingya aus Myanmar vor der Gewalt des Militärs nach Bangladesch. Dort ist die Not der Flüchtlinge nach wie vor gross. Lebensmittel und weitere humanitäre Unterstützung seien dringend nötig, sagen UN-Spitzen nach einem Besuch des Landes.


Spitzenvertreter von drei UN-Hilfswerken haben die internationale Gemeinschaft zu weiterer Hilfe für die aus Myanmar geflohenen Rohingya aufgerufen. Insgesamt seien im Südosten von Bangladesch 1,2 Millionen Menschen auf Nahrungsmittellieferungen und andere humanitäre Unterstützung angewiesen, betonten die UN-Chefs am 26. April nach einem Besuch in dem Land.

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration, António Vitorino, und der Nothilfekoordinator Mark Lowcock beklagten, dass vor allem die geflohenen Kinder litten. Für fast die Hälfte dieser Mädchen und Jungen unter zwölf Jahren könne kein Schulbesuch ermöglicht werden.

Rückkehr vorläufig ausgeschlossen

Unter den notleidenden Menschen in dem Distrikt Cox’s Bazar im Südosten von Bangladesch sind den Angaben nach 900’000 Rohingya. Die bedürftigen anderen 300’000 Menschen seien Einheimische, die auch auf Unterstützung angewiesen seien.

Die meisten Rohingya in Bangladesch waren vor einer brutalen Militäroffensive in Myanmar geflohen, die Ende August 2017 begann. Eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat bleibt weiter ein Ziel der UN. Sie ist jedoch aus Sicherheitsgründen derzeit ausgeschlossen. In dem buddhistisch geprägten Myanmar werden die muslimischen Rohingya systematisch unterdrückt und verfolgt. (epd/no)