Uhr der Kirche St. Peter steht für den Klimaschutz still

Die berühmteste Uhr der Stadt Zürich stand am 12. März mittags um fünf vor zwölf still – als Zeichen für den Klimaschutz.


Die grösste Kirchenuhr Europas stand am 12. März still: um fünf vor zwölf Uhr mittags. Der Pfarrer der Kirche, Ueli Greminger, möchte damit ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, schreibt die Bewegung Klimastreik Zürich in einer Mitteilung.

Greminger rufe alle dazu auf, am 15. März am Klimastreik unter dem Motto «Klimanotstand jetzt sofort» teilzunehmen. «Es ist fünf vor zwölf, also höchste Zeit, im Klimaschutz vorwärts zu machen», sagt er gemäss der Mitteilung.

Mit der Aktion wolle er sich hinter die demonstrierenden Jugendlichen stellen, «weil auch der Kirche der Schutz unserer Erde wichtig ist. Schliesslich gehört die Bewahrung der Schöpfung zu deren DNA».

Weiter stellt er die Frage in den Raum, ob die Jugendlichen, die für das Klima auf die Strasse gehen, «uns nicht vor Augen führen, was wir schon lange wussten, aber einfach nicht wahrhaben wollten. Dass nämlich unsere Lebensweise eine verheerende Kehrseite hat».

Klimastreik-Bewegung erfreut

Die Aktion der Kirche freut die klimastreikenden Jugendlichen. «Es ist ein gutes Zeichen, dass sich Teile der Reformierten Kirche hinter unsere Bewegung stellen. Das zeigt, dass sich endlich etwas bewegt», wird Janina Rohrer, Schülerin und Klimastreik-Aktivistin aus Zürich in der Mitteilung zitiert.

Bereits in über 80 Ländern weltweit gehen Kinder und Jugendliche jeweils freitags auf die Strasse, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. In der Schweiz entstand die Bewegung, nachdem der Nationalrat im Dezember das CO2-Gesetz ablehnte. Am 2. Februar demonstrierten auf dem Höhepunkt der Bewegung laut der Organisatoren schweizweit 65’000 Menschen für mehr Klimaschutz. (mey)