Über 100 Tote bei Explosionen
Durch Explosionen bei einer Gedenkveranstaltung starben in der iranischen Provinzhauptstadt Kerman über 100 Personen, mehr als 170 wurden verletzt. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Rettungsdienst.
Kermans Vizegouverneur sprach von einer Terrorattacke, wie der staatliche Rundfunk Irib berichtete. Noch ist unklar, ob es sich um einen Anschlag handelt.
Der Gedenkumzug halt General Ghassem Soleimani. Er war Kommandeur der Auslandseinheiten der iranischen Revolutionswächter (IRGC). Die USA hatten ihn am 3. Januar 2020 im Irak durch einen Drohnenangriff getötet. Von systemtreuen Regierungsanhängern wird Soleimani als Märtyrer verehrt. Propagandabilder des Generals prangen an Häuserwänden in der Hauptstadt Teheran.
Anlässlich des Todestags Soleimanis wollte der Generalsekretär der libanesischen Schiitenorganisation Hisbollah, Hassan Nasrallah, eine Rede halten. Nach der Tötung eines Anführers der islamistischen Hamas im Libanon wurde die Rede mit Spannung erwartet. Es gibt Befürchtungen, dass der gewaltsame Tod von Saleh al-Aruri, Vize-Leiter des Politbüros der Hamas, zu einer weiteren Eskalation des Konflikts mit Israel führen könnte. (sda/ dst)