Über 100 Bootsmigranten gerettet
Die Hilfsorganisation Open Arms hat im Mittelmeer nach eigenen Angaben etwa 100 Bootsmigranten aus Seenot gerettet. Die Menschen wurden von einem neuen Schiff namens «Open Arms Uno» bei dessen erster Rettungsaktion an Bord geholt, wie die private Organisation aus Spanien am Mittwoch auf Twitter mitteilte. Weiter bedankte sie sich bei der Organisation «Alarm Phone», die eine Hotline für Migranten in Seenot betreibt.
Im zentralen Mittelmeer sind verschiedene Hilfsorganisationen mit Schiffen unterwegs. In den Sommermonaten machen sich besonders viele Menschen von den Küsten Nordafrikas auf den gefährlichen Weg nach Europa. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bislang etwa 900 Migranten im zentralen Mittelmeer oder werden vermisst.
Die meisten Bootsmigranten kommen nach Italien. In diesem Jahr gingen dort bislang annähernd 48'300 Menschen an Land. Migration ist im Kampf um die Wahl vom 25. September ein grosses Thema. Dann könnte eine Allianz aus konservativen und rechten Parteien gewinnen, was für Migranten und Hilfsorganisationen deutliche Einschränkungen bedeuten würde. Derzeit wird Italien noch vom parteilosen ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, regiert. (sda/mos)