Kuba

Schiffsflotte soll Hilfsgüter bringen

Verschärfte US-Sanktionen haben Kuba zu Notfallmassnahmen gezwungen. Nun will eine Hilfsflotte mit Lebensmitteln und Medikamenten in See stechen.

Eine internationale Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen hat eine Seemission angekündigt, um Lebensmittel, Medikamente und Hilfsgüter nach Kuba zu
bringen. Die Flotte soll unter dem Namen «Unser Amerika» im März in See stechen, wie die mexikanische Zeitung «La Jornada» berichtete.

Der US-Amerikaner David Adler, Mitorganisator und Aktivist von Progressive International, sagte, es gehe darum, die US-Blockade zu durchbrechen und zu zeigen, dass Solidarität jede Grenze und jedes Meer überwinden kann. Die Folgen der US-Blockade gegen Kuba zeigten sich in leeren Apotheken, annullierten Flügen und Familien ohne Strom und Brennstoff, fügte er hinzu.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte mehrmals das Ende der einseitig verhängten Wirtschaftsblockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba gefordert, die seit 1962 in Kraft ist. Die jüngste Verschärfung der US-Sanktionen gegen Kuba durch Präsident Donald Trump hat zu einer Unterbrechung der Kraftstoffimporte geführt und
die Karibikinsel zu Notfallmassnahmen gezwungen. Kuba verfügt zwar als eines der wenigen karibischen Länder über eine eigene Erdölindustrie, fördert jedoch nur rund 40 Prozent des Eigenbedarfs. (epd/ gab)

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