Mexiko

Soldaten töten Migranten bei Verfolgungsjagd

Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas wurden sechs Migranten aus Nordafrika und Asien von Soldaten erschossen. Diese hatten einen Lastwagen verfolgt, der an einem Kontrollpunkt nicht stoppte. Der Vorfall sorgt für Kritik an Mexikos militarisierter Migrationspolitik.

Sechs getötete und zehn verletzte Migranten ist die Bilanz eines Zwischenfalls an einem militärischen Kontrollpunkt in Mexikos südlichem Bundesstaat Chiapas. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ereignete sich der Vorfall, als mutmassliche Schmuggler einen Kontrollpunkt nahe Huixtla durchbrachen. Die Soldaten verfolgten den Lastwagen und eröffneten das Feuer.

Die Opfer stammten aus Ägypten, Nepal, Kuba, Indien und Pakistan. Zwei der beteiligten Soldaten wurden den Behörden zur Untersuchung überstellt. Zivilgesellschaftliche Organisationen kritisierten die «ungeklärten Umstände» und warfen der Regierung vor, durch ihre militarisierte Migrationspolitik Gewalt gegen Migranten zu fördern. Das Menschenrechtsbündnis «Frontera Sur» beklagte, dass es wiederholt zu Todesfällen entlang der Migrationsrouten komme. (epd/ dst)