Brandkatastrophe in Crans-Montana
Blumen und Gebete zum Gedenken
Kurz nach 15 Uhr endete die Trauerfeier im Gedenken an die Opfer des Unglücks von Crans-Montana. In der rund einstündigen Feier sprachen unter anderem der Bundespräsident Guy Parmelin sowie betroffene Jugendliche, die in der Silvesternacht vor Ort waren.
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana habe die Schweiz zu «einer einzigen trauernden Familie gemacht», sagte Parmelin. Man sei an diesem Tag zusammengekommen, um die Last des Unglücks gemeinsam zu tragen. «Sie wird dadurch nicht leichter werden, aber wenn dieser Tag auch nur ein wenig dazu beitragen kann, unsere unendliche Trauer zu lindern, so hat er seinen Sinn bereits erfüllt», so der Bundespräsident.
Offiziell eingeladen war auch die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), Rita Famos. Ein interreligiöses Gebet, das Famos für den Anlass geschrieben hatte, wurde während der Trauerfeier verlesen. Darin stellte die EKS-Präsidentin die Frage nach dem «Warum», um zum Schluss zu kommen, dass eine Antwort nicht möglich sei. «Wir stehen hier nicht um zu erklären, was keiner begreifen kann, sondern um da zu sein», heisst es in dem Gebet.
Am Ende der Trauerfeier wurden die Gäste gebeten, zum Gedenken an die Verstorbenen eine weisse Rose niederzulegen. Neben Angehörigen und Überlebenden nahmen zahlreiche hochrangige Vertreter aus der Politik teil, darunter die Bundesräte Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Beat Jans. Internationale Gäste waren unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella. (no)