TI: Synode spricht sich für Segnung homosexueller Paare aus

Die Evangelisch-reformierte Kirche im Tessin heisst homosexuelle Paare ausdrücklich willkommen und bietet ihnen eine Segnung ihrer Lebensgemeinschaft an. Ausserdem will die Kirche abspecken und verkleinert die Synode und den Synodalrat.

(Bild: Wikimedia/Kimberly Smith)

Voraussetzung für die Segnung homosexueller Paare ist deren zivilrechtliche Registrierung. Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung hätten Gläubige Zugang zu den Sakramenten der Taufe und des Abendmahls, teilt die Chiesa evangelica riformata nel Ticino (CERT) nach ihrer Herbstsynode vom 15. November mit.

In einer weiteren Stellungnahme bringt die CERT ihre tiefe Besorgnis über die Situation der Christen und anderer Minderheiten im Nahen Osten zum Ausdruck, verurteilt aufs Schärfste die Gewalt im Namen Gottes und appelliert an die Kirchen und Politiker, die Flüchtlinge noch vor dem Winter zu unterstützen.

Synode und Synodalrat schrumpfen

In zwei wegweisenden Sachentscheiden haben sich die Tessiner Reformierten eine Verschlankung ihrer Strukturen verordnet. So wird die Zahl der Synodalen halbiert, was mit einer Anpassung an die tatsächlich vorhandenen personellen Ressourcen begründet wird. Dafür nehmen neu drei Verantwortliche des Religionsunterrichts an den kantonalen Schulen Einsitz in die Synode, sofern sie Mitglied einer der drei Tessiner Kirchgemeinden sind.

Die Zahl der Mitglieder des Synodalrats reduziert sich von sieben auf fünf. Zu diesem Gremium gehört zukünftig ebenfalls eine Religionslehrerin oder ein Religionslehrer. Auch hier sollen alle drei Kirchgemeinden mit je einem Delegierten vertreten sein.