Thurgauer Synode will Kinder mit Beeinträchtigung mehr integrieren

Die Landeskirche hält die Integration von Kindern mit besonderem Förderungsbedarf in einer Verordnung fest. Integration solle demnach möglichst in der jeweiligen Wohngemeinde stattfinden.


Das Kirchenparlament der Evangelischen Landeskirche Thurgau hat eine Stelle geschaffen, die sich um die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung bei kirchlichen Angeboten kümmert. 2019 tritt Pfarrer Haru Vetsch die 15-Prozent-Stelle an.

Vetsch habe bereits 25 Jahre Erfahrung in dieser Arbeit und verfüge über eine Ausbildung für heilpädagogischen Religionsunterricht, schreibt die Landeskirche am 27. November. Die Synode habe die Förderung der Integration ausserdem in der Verordnung «Kirche Kind und Jugend» festgehalten. Demnach soll die Integration nach Möglichkeit bei der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit im Wohnort stattfinden.

Mehr Ausgaben für Jubiläum

Weiter hat die Synode das Budget 2019 einstimmig genehmigt. Dieses sieht gemäss Mitteilung einen Verlust von rund 110’000 Franken vor. Grund dafür seien unter anderem zusätzliche Ausgaben von 30’000 Franken für das 150-Jahr-Jubliäum der Landeskirche. Diese seien notwendig, weil der Kantonsbeitrag für die Feierlichkeiten aus dem Lotteriefonds deutlich unter den Erwartungen liege.

Zusätzliche Ausgaben verursache ausserdem die Neuregelung des Archivwesens. Die Verantwortung für die Archivierung liege zwar jeweils bei den einzelnen Kirchgemeinden. Die Landeskirche habe jedoch einen Plan mit Empfehlungen verfasst, der die Umsetzung der Neuregelung erleichtern soll. Die Kirche wolle dafür Beratung und Schulung gewährleisten. (pd)