Theologe Paolo Ricca gestorben
Paolo Ricca starb am 14. August nach längerer Krankheit, wie es in einer Mitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien heisst. Der Theologe wurde 88 Jahre alt.
Ricca studierte an der Waldenserfakultät in Rom und in den Vereinigten Staaten Theologie. Er promovierte in Basel, wo er den Schweizer Theologen Karl Barth kennen und schätzen lernte.
Nach der Pfarrtätigkeit in der Waldenserkirche in Latium und Piemont verfolgte Ricca als akkreditierter Journalist das Zweite Vatikanische Konzil. Er unterrichtete Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Waldenser in Rom und verfasste zahlreiche wissenschaftliche und populäre Schriften.
Ricca engagierte sich Zeit seines Lebens leidenschaftlich für die Ökumene. Sein Werk wurde von Menschen verschiedener Glaubensrichtungen gelesen und geschätzt. Mit seinen Büchern habe Ricca dazu beigetragen, «Generationen von Gläubigen, aber auch von Nicht-Gläubigen zu prägen», heisst es in der Mitteilung.
In den letzten Jahren und insbesondere in den letzten Monaten habe sich sein Gesundheitszustand allmählich verschlechtert, so dass er zuletzt ins Krankenhaus musste. In der Nacht vom 13. auf den 14. August sei Paolo Ricca in Rom verstorben. (no)