Der Antrag des Kirchenrates, die befristete Fachstelle für kirchliche Popularmusik in eine fixe Stelle mit 40 Stellenprozent umzuandeln, wurde von der Synode abgelehnt. Zumindest vorerst wird es keine definitive Stelle für Kirchenmusik geben, heisst es in der Mitteilung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau. Um ein halbes Jahr verlängert hat die Synode allerdings die im Zusammenhang mit dem Thurgauer Zusatzgesangbuch bewilligte Erhöhung des Stellenpensums von 20 auf 40 Prozent. Im Juli 2017 soll die Synode erneut entscheiden, ob und mit wie vielen Stellenprozenten das Provisorium in eine definitive Stelle umgewandelt wird.
Wenig Anlass zur Diskussion gab das vorgelegte Budget. Es rechnet bei einem Aufwand von knapp 6,47 Mio und Einnahmen von 6,42 Mio Franken mit einem Aufwandüberschuss von 54’573 Franken.
Gesprächssynode 2017 einstimmig angenommen
Die Synode sprach sich einstimmig für die Durchführung einer Gesprächssynode am 21. August 2017 in der Kartause Ittingen aus. Diese hat zum Ziel, eine Vision zu entwickeln, mit der die Thurgauer Landeskirche ihren Kurs in die Zukunft bestimmt. Die Gesprächssynode dient zur Meinungsbildung, ist aber nicht beschlussfähig. Die erwarteten Kosten in Höhe von 32’000 Franken wurden ins ordentliche Budget aufgenommen.
Auf Sympathie stiess der Antrag eines Synodalen, auf die Auszahlung der Sitzungsgelder für die Gesprächssynode zu verzichten. Der eingesparte Betrag solle zum Zeichen protestantischer Solidarität je zur Hälfte an die finanziell schlecht gestellten Kantonalkirchen Genf und Neuenburg gehen. Da die Synode nicht befugt ist, sich über den verbindlich geregelten Anspruch auf Sitzungsgeld hinwegzusetzen, liess Synodalpräsident Jakob Bösch konsultativ über den Verzichtsantrag abstimmen. Aufgrund des positiven Resultats wird der Kirchenrat den freiwilligen Verzicht auf das Sitzungsgeld ermöglichen.
Arbeitsgruppe zu Bibelverständnis und Homosexualität
Pfarrer Peter Kuster, Strohwilen, informierte die Synode über die in Eigeninitative zusammengesetzte Arbeitsgruppe, die ohne Mandat strittige Fragen zum Bibelverständnis und zur Homosexualität aufgreift. Sobald konkrete Vorschläge vorliegen, sollen die Synodalen wieder informiert werden.
Beauftragung von Pfarrer Beat Müller
Im Synodegottesdienst wurde Pfarrer Beat Müller von Kirchenrat Lukas Weinhold offiziell für sein Amt in der kirchlichen Beratungsstelle für Arbeitslose in Weinfelden beauftragt. Gemäss dem diakonischen Auftrag der Kirche begleitet und berät Müller arbeitslose Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Konfession und Religion.