Streit an Theologischer Fakultät Basel: Politiker fordern Aussprache

In den Wirbel um die Nachfolgeregelung des abtretenden Professors für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Basel, Ekkehard W. Stegemann, hat sich nun auch die Interparlamentarische Geschäftsprüfungskommission (IGPK) der Universität Basel zu Wort gemeldet. Sie fordert eine Aussprache mit dem Rektorat.


«Wir möchten aus erster Hand und nicht aus den Medien erfahren, was in der Theologischen Fakultät läuft», sagte Osker Herzig, Präsident der IGPK, gegenüber der «Nordwestschweiz» vom 22. August. Grundsätzlich könne die Kommission zwar keinen Einfluss auf die Personalfragen der Universität nehmen, in diesem Fall gehe es aber um eine politisch-strategische Frage.

IGPK-Vizepräsidentin Mirjam Würth präzisierte, dass es einen verfassungsmässigen Auftrag zur Förderung der Frauen als Uni-Dozierende gebe – da stelle sich aus Sicht der IGPK als Kontrollorgan die Frage, wie dieser Auftrag erfüllt werden könne. Der IGPK gehören Parlamentarier beider Basel an. Mitunter auch zum Thema des Treffens wollen die Zuständigen den Gleichstellungsplan der Universität Basel machen, der für die Jahre 2013 bis 2016 aufgestellt worden war.

In einem 2012 erschienenen Bericht schreibt die Kommission, die Frauenförderung habe an der Basler Uni 2012 durch zahlreiche Wegberufungen einen Rückschlag erlitten. Grund für diese Tendenz sehen die Verfasser in der allgemeinen Förderwilligkeit der Universitäten, die Frauenquote zu erhöhen – das führt dazu, dass die Frauen international stark gefragt sind.