Sterbehilfe

Immer mehr Menschen wählen den begleiteten Freitod

Über 1400 Menschen sind im vergangenen Jahr mit der Sterbehilfeorganisation Exit aus dem Leben geschieden. Auch bei den Mitgliedern verzeichnet der Verein einen Zuwachs.

Die Sterbehilfeorganisation Exit hat 2025 insgesamt 1421 Menschen in den Tod begleitet. Im Jahr davor waren es mit 1235 Betroffenen noch deutlich weniger gewesen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Die steigende Zahl sei unter anderem auf die älter werdende Gesellschaft zurückzuführen, die mit schwer einschränkenden Krankheiten und Behinderungen konfrontiert sei. Mit 80 Jahren war das Durchschnittsalter der begleiteten Menschen leicht höher als im Jahr davor. Insgesamt liessen sich laut der Mitteilung mehr Frauen als Männer in den Tod begleiten.

Rund ein Drittel litt an einem schweren Krebsleiden. Dazu kamen viele weitere ältere Menschen mit multiplen Erkrankungen. Einen grossen Anteil machten auch neurologische sowie Schmerzerkrankungen aus, heisst es. Die grosse Mehrheit der schwerkranken Menschen konnte in ihren eigenen Räumlichkeiten sterben. Ein Fünftel wurde in Alters- und Pflegeheimen begleitet.

Einen Zuwachs verzeichnet Exit auch bei den Mitgliedern. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Mitgliederzahl 2025 um 8 Prozent auf knapp 196‘000. Dies spiegle den Trend, dass das Thema Selbstbestimmung und die Option einer Freitodbegleitung in der Schweiz wichtig seien, schliesst der Verein. (no)

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