Die Religionslandschaft der Schweiz wandelt sich weiter von einem bi-konfessionellen zu einem multireligiös-säkularen Land, heisst es in der Erhebung des SPI, das sich auf Zahlen des Bundesamts für Statistik stützt. Demnach betrugen die Anteile der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche 2014 noch 63,4 Prozent der Schweizer Bevölkerung.
Der Anteil der evangelisch-reformierten Kirche an der Gesamtbevölkerung hat sich zwischen 1950 (56,3 Prozent) und 2014 (25,5 Prozent) halbiert. Schwächer ist die Erosion bei der römisch-katholischen Kirche. Die relative Stabilität sei vor allem auch der Einwanderung von Menschen katholischen Glaubens zu verdanken, heisst es in dem Papier.
Migration, Kirchenaustritte und weniger Taufen
Stark zugenommen hat der Anteil der Konfessionslosen: Knapp ein Viertel der Schweizer Bevölkerung gehört keiner Religionsgemeinschaft an. Diese Zunahme lasse sich nicht nur durch Kirchenaustritte begründen, sondern auch dadurch, dass immer weniger Kinder getauft würden, heisst es. Zudem sei der Anteil von Menschen ohne Religionszugehörigkeit bei Migrantinnen und Migranten aus den EU-EFTA-Staaten stark gestiegen.
Eine leichte Zunahme verzeichneten andere christliche Gemeinschaften (5,7 Prozent) sowie die muslimischen Glaubensgemeinschaften (5,1 Prozent).
Das SPI wird in den folgenden Wochen weitere Daten zu den Schwerpunkten Kirchenaustritte, Christinnen und Christen mit Migrationshintergund und kirchliche Trauungen publizieren.