Start der Bündner Pfarrsynode im Reformations-Hotspot Ilanz

In Ilanz in der Surselva startete am Donnerstag die Pfarrsynode der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden. Der Anlass hat Tradition: Seit 480 Jahren treffen sich die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kantons zu einem mehrtägigen Austausch.

Auftakt zur Bündner Pfarrsynode im geschichtsträchtigen Kirchenraum: In der St. Margarethenkirche von Ilanz nahm die Bündner Reformation ihren Anfang. (Bild: Stefan Hügli)

In der St. Margarethenkirche in Ilanz GR startete die diesjährige Pfarrsynode der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden. In diesem Kirchenraum nahm die Reformation in Graubünden ihren Anfang: 1526 fand hier die Disputation zwischen dem Reformator Johannes Comander und Abt Theodul Schlegel statt. Und hier fällte der Bundestag in den Jahren 1523 bis 1526 jene Entscheide, welche die Verbreitung der reformatorischen Ideen in Graubünden überhaupt erst ermöglichten.

Nach der Begrüssung der Anwesenden durch die Dekanin Cornelia Camichel sprach der reformierte Theologe Andreas Borter über die Erfahrungen heutiger Männer in der Kirche.

Gottesdienst im Kloster Ilanz

Die Synode dauert ingesamt fünf Tage und endet am Montag. Der Synodalgottesdienst wird nicht in der reformierten Kirche gefeiert, sondern als Zeichen der Ökumene in der Klosterkirche der Dominikanerinnen Ilanz. Der Tagungsort der Synode wechselt jährlich.

Die Hauptaufgabe der Synode ist die Ordination und Aufnahme von Pfarrerinnen und Pfarren in den Kirchendienst. Auch befasst sie sich mit theologischen Fragen und wählt aus ihrer Mitte den Dekan oder die Dekanin, welche auch die Sitzungen leitet. Seit dem 1. Januar 2015 hat dieses Amt die Pfarrerin Cornelia Camichel aus Davos inne. (dem)