Stadtzürcher Reformierte verwalten Immobilien weiterhin selbst

Im Frühjahr kündigte die Zentralkirchenpflege eine Überprüfung an, ob die Verwaltung ihrer Immobilien an ein externes Unternehmen ausgelagert werden soll. Nun ist klar: Auch künftig werden die Kirchen, Pfarrhäuser und Gemeindezentren von der Kirchgemeinde der Stadt Zürich und Oberengstringens verwaltet.


Die Zentralkirchenpflege des Reformierten Stadtverbandes (ZKP) hat an ihrer Sitzung vom 19. Dezember beschlossen, ihre Immobilien auch in Zukunft selbst zu verwalten. Demnach würden weder eine neue Trägerschaft noch eine externe Verwaltung der kirchlichen Immobilien wesentliche Vorteile bringen, heisst es im Schlussbericht. Dies liege «insbesondere am heterogenen, überwiegend aus gemischt genutzten Liegenschaften bestehenden Portfolio», schreibt die Kirchgemeinde in einer Mitteilung. Eine Verwaltung aus einer Hand könne die Durchlässigkeit zwischen unterschiedlichen Nutzungsarten besser gewährleisten.

Unabhängige Expertise

Die ZKP hatte eine mögliche Auslagerung durch unabhängige Experten prüfen lassen, nachdem im Frühling 2018 das Immobilienleitbild innerhalb der Kirche, aber auch auf politischer Ebene kritisiert wurde. Unter anderem sah es eine Orientierung an Marktmieten vor.

Die Verwaltung der kirchlichen Gebäude sei nun ein erster Schritt, mit der die Kirchgemeinde die Verantwortung für ihre Immobilien übernehmen wolle, sagt Michael Hauser, Mitglied des Verbandsvorstands, auf Anfrage von ref.ch. Die Immobilienstrategie werde im Verlauf des nächsten Jahres mit den Kirchenkreisen noch weiter diskutiert.

Hundertjährige Geschichte der Zentralkirchenpflege endet

Weiter bewilligte die ZKP 125’000 Franken für ein Projekt im gerade entstehenden Stadtteil Greencity in der Manegg. Dieses sucht Kontakt mit einem kirchenfernen Milieu, etwa mit der Einrichtung eines Lerntreffs für Jugendliche. Die Kirchgemeinde erhofft sich daraus auch Erkenntnisse für die weitere Kirchenentwicklung.

Mit der letzten Sitzung in diesem Jahr endet auch die 100jährige Geschichte der Zentralkirchenpflege. Am 30. Januar 2019 tagt erstmals das Übergangs-Kirchgemeindeparlament der reformierten Kirchgemeinde Zürich. (dem/pd)