1100. Todestag

St. Gallen erinnert an Stadtheilige Wiborada

Vor 1100 Jahren wurde die Einsiedlerin und Märtyrerin Wiborada in ihrer Zelle getötet. Ein grosser Festakt erinnert an die St. Galler Stadtpatronin.

Rund 10 Jahre verbrachte Wiborada im 10. Jahrhundert freiwillig eingeschlossen in einer kleinen Zelle bei der Kirche St. Mangen in St. Gallen. Dort wirkte sie als Ratgeberin für Geistliche, Adlige und das einfache Volk. Die spätere Stadtpatronin soll den Einfall der Ungarn vorhergesehen haben, bei dem sie im Jahr 926 selbst ums Leben kam. Als erste Frau überhaupt wurde Wiborada im 11. Jahrhundert heiliggesprochen.

Zum 1100. Todestag wird nun feierlich an die Stadtheilige erinnert, wie der Verein Wiborada-Jubiläum 2026 mitteilt.

An der Feierlichkeit vom 2. Mai sind unter anderem Musik, Lesungen, Stadtführungen sowie ein Festakt in der Kirche St. Mangen geplant. Dazu soll es ein eigens gebrautes Wiborada-Fenchelbier geben. Ausserdem startet am 5. Mai eine Veranstaltungsreihe, die verschiedene Aspekte von Wiborada beleuchten soll.

Auch in diesem Jahr bewohnen seit Januar wieder Freiwillige eine provisorische Zelle bei der Kirche St. Mangen, um dem Leben und Wirken der Inklusin nachzuspüren. Die Aktion wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um an die Heilige zu erinnern. (no)

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