Stadtberner Reformierte wollen doch nicht so viel sparen

Der grosse Kirchenrat (Legislative) der reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern (GKG) hat am Mittwoch (4.6.) Abend nichts von Sparvorschlägen wissen wollen, die es selber bestellt hatte. Er wies das Geschäft mit grossem Mehr an den Kleinen Kirchenrat (Exekutive) zurück, wie die Tageszeitung «Der Bund» (online-Ausgabe) berichtet.

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Die GKG, in der die zwölf reformierten Kirchgemeinden der Stadt Bern vereint sind, hat akute Finanzprobleme. Ohne massive Sparmassnahmen, wurde befürchtet, sei das Eigenkapital in Bälde aufgebraucht. Deshalb hatte der Kleine Kirchenrat vom Grossen Kirchenrat im November den Auftrag erhalten, Sparvorschläge in Höhe von einer Million Franken auszuarbeiten.

Die von der Exekutive in der Sitzung unterbreiteten Sparvorschläge in Höhe von 1,5 Millionen Franken lehnte das Parlament jedoch ab. Angesichts der besser als erwartet ausgefallenen Rechnung 2013 solle der Kleine Kirchenrat nochmals über die Bücher und seine Vorschläge «sorgfältiger begründen», sagte eine Delegierte laut der Zeitung. Kritisiert wurde auch, dass mehr als die Hälfte der Sparvorschläge zulasten von sozial tätigen Organisationen ginge. Dies schade dem Ansehen der Kirche.

Von der Exekutive sind nun «besser ausgearbeitete» Vorschläge gefragt, die zudem nur ein Volumen von einer halben Million Franken haben sollen.