«Auf dem Weg zur grössten Kirchgemeinde der Schweiz», heisst es auf dem Folder, der nächste Woche an alle reformierten Haushalte der Stadt Zürich versandt wird. Er ist ein Auszug des Jahresberichts 2015 des Stadtverbandes, unter anderem mit den wichtigsten Zahlen der Jahresrechnung. Einen solchen Massenversand hat man bei den Reformierten in der Schweiz noch nicht gesehen. Warum der Aufwand?
«Wir informieren damit die Reformierten über das kirchliche Leben sowie den Stand des Zusammenschlusses der 34 Kirchgemeinden», sagt Karin Müller, Sprecherin des Stadtverbandes. Die reformierte Stimmbevölkerung der Stadt hat sich bekanntlich 2014 für den Zusammenschluss bis 2019 ausgesprochen. «Es ist unsere Pflicht, über die Tätigkeiten der Kirche und den Stand der Reform direkt zu informieren», so Müller.
Im Weiteren habe man sich auch zu dieser Massnahme entschieden, weil die Medien am Thema generell mässig Interesse zeigten. Verworfen habe man die Idee, ganzseitige Inserate im «Tages-Anzeiger» und in der «NZZ» zu schalten. «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis hätte bei Inseraten nicht gestimmt, der Versand kommt deutlich günstiger. Zudem wäre das Ziel, alle Reformierten zu informieren, nicht erreicht worden», sagt Müller.