Stadt Zürich kürzt Gelder für interreligiösen Dialog

Das Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID) erhält jährlich nur noch 100'000 statt wie bisher 140'000 Franken. Dies entschied der Zürcher Gemeinderat an seiner Sitzung vom Mittwoch.


Mit einer knappen Mehrheit von 60 zu 59 Stimmen setzte sich die bürgerliche Seite im Zürcher Stadtparlament durch, wie die Limmattaler Zeitung am 1. Februar berichtete. Demnach erhält das ZIID künftig nur noch 100’000 statt wie bisher 140’000 Franken aus der Stadtkasse. Zudem begrenzte der Gemeinderat die Zahlungen auf die Jahre 2018 und 2019.

Der Gemeinderat lehnte damit den Vorschlag des Stadtrats ab. Dieser wollte die Arbeit des Instituts bis 2021 mit jährlich 140’00 Franken unterstützen.

Zu hohe Lohnkosten

Widerstand kam nun vor allem aus dem bürgerlichen Lager, wie die Limmattaler Zeitung weiter berichtet. Die FDP argumentierte, es sei fragwürdig, dass sich das Institut an den Löhnen von Mittelschullehrern und Pfarrern orientiere. Vertreter von SVP und CVP störten sich zudem daran, dass weder die jüdische noch die muslimische Gemeinschaft einen finanziellen Beitrag an das ZIID leisteten, heisst es in dem Bericht.

Das ZIID vermittelt Wissen über Religionen und will damit den Dialog in einer multikulturellen Gesellschaft fördern. Die Stiftung deckt ihre Ausgaben neben den Einnahmen aus Kursen und Veranstaltungen mehrheitlich durch Spenden und Zuwendungen. Von der Reformierten Kirche Kanton Zürich erhält das ZIID jährlich 75’000 Franken. (no)