St. Galler Reformierte bekennen sich zu neuen Leitsätzen

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen genehmigte das Visionspapier «St. Galler Kirche 2025». Dieses definiert die Leitsätze der St. Galler Kirche in den nächsten acht Jahren.


Das Parlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen diskutierte an seiner Versammlung vom 4. Dezember das Visionspapier «St. Galler Kirche 2025». Dieses fasst die Leitsätze zusammen, an denen sich die St. Galler Kirche in den nächsten acht Jahren orientieren will. Das Papier beruht auf einer Befragung der Mitarbeitenden von Kirchgemeinden und der Kantonalkirche. Die Synodalen folgten grossmehrheitlich den Vorschlägen des Kirchenrats und genehmigten das Visionspapier, wie es in einer Mitteilung der Landeskirche vom 5. Dezember heisst.

Kirchenbote soll günstiger werden

Keine Einwände gab es zum Budget 2018. Dieses sehe aufgrund geringerer Steuereinnahmen einen kleinen Verlust von 176’000 Franken vor. Auch der Voranschlag für die Kirchenpublikation Kirchenbote des Kantons St. Gallen wurde angenommen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Demnach stehen einem Aufwand von knapp 860’000 Franken Aboeinnahmen in der Höhe von 880’000 Franken gegenüber. Die Abokosten der Publikation sollen mittelfristig gesenkt werden. Dazu sei nun ein erster Schritt dank einem neuen Druckvertrag gemacht worden, sagte Rolf Kühni, der Vizepräsident der Kirchenbotekommission.

Pfarrerinnen nach wie vor untervertreten

Weiter habe die Synode eine Anpassung der Kostenregelung bei kirchlichen Handlungen verabschiedet. Demnach dürfen Paare ihre Kirche zur Trauung innerhalb des Kantons frei wählen, ohne mit zusätzlichen Kosten rechnen zu müssen. Zudem beantwortete der Kirchenrat eine Interpellation zweier Pfarrerinnen. Diese hatten sich besorgt gezeigt, dass Pfarrerinnen in der St. Galler Kirche im Vergleich mit anderen Kantonalkirchen untervertreten seien. Der Kirchenrat bestätigte dies, wies aber auch darauf hin, dass der Pfarrerinnenanteil in den letzten 30 Jahren im Kanton St. Gallen von 7,9 Prozent auf 33,3 Prozent gestiegen sei. Die niedrigen Zahlen könne man sich nicht erklären, gelte die Kantonalkirche doch als familienfreundliche Arbeitgeberin, wird der Kirchenrat weiter zitiert. (no)