Krieg im Nahen Osten

Sieben verletzte Kinder aus Gaza in der Schweiz angekommen

Die Rega hat sieben palästinensische Kinder in die Schweiz geflogen. Zuvor waren sie aus dem Gazastreifen nach Jordanien gebracht worden. Eine weitere Evakuierung ist geplant.

Die Evakuierungsflüge sind Teil einer seit längerem geplanten humanitären Operation in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Médecins Sans Frontières (MSF) und der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega). Die sieben von der Rega in die Schweiz geflogenen Kinder würden alle unter Kriegsverletzungen leiden und sehr spezialisierte medizinische Behandlungen benötigen, heisst es in einer Mitteilung des Bundes.

Gemäss den Bundes- und Kantonsbehörden werden die Kinder und deren Angehörige mit insgesamt vier Rega-Flugzeugen und zwei Flugzeugen der Schweizer Luftwaffe von Jordanien in die Schweiz transportiert. Zuvor waren sie aus dem Gazastreifen evakuiert worden. Mit dabei sind gemäss Mitteilung des Bundes auch 27 Begleitpersonen der Kinder.

Die Minderjährigen sollen nun in mehreren Kantonen medizinisch versorgt werden. Die Kinder und ihre Begleitpersonen werden in der Schweiz ein Asylverfahren durchlaufen – in der Regel in dem Kanton, in dem die Kinder in einem Spital medizinisch versorgt werden. Die Kosten für die Behandlungen werden von den Standortkantonen der Spitäler oder den Spitälern übernommen, falls sie nicht durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung gedeckt sind, wie der Bund weiter mitteilte.

Am Donnerstag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals seit der neuen Waffenruhe im Gazastreifen schwer kranke und verletzte Kinder in Sicherheit gebracht. 41 Minderjährige seien zusammen mit 145 Begleiterinnen und Begleitern aus dem Gazastreifen gebracht worden, berichtete der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. Die Kinder sollen nun in verschiedenen Ländern medizinisch betreut werden.

Rund 15'000 weitere Personen – darunter 4000 Kinder – müssten zur medizinischen Versorgung ebenfalls aus dem Kriegsgebiet gebracht werden, teilte Ghebreyesus mit. «Wir rufen die Länder weiterhin auf, ihre Solidarität zu zeigen und alle Wege zu öffnen, um die medizinische Evakuierung zu beschleunigen.» Für solche Krankentransporte sind Genehmigungen der israelischen Behörden nötig, die die Zugänge zum Gazastreifen kontrollieren.

Vor einem Monat hatten Behörden von Bund und Kantonen angekündigt, dass die humanitäre Operation zur Evakuierung verletzter Kinder aus Gaza in die Schweiz in Vorbereitung sei. Das Ziel sei es, bis zu zwanzig verletzte Kinder aus dem Gazastreifen aufzunehmen.

Die Vorbereitungen für eine zweite Operation und die Evakuierung von 13 weiteren Kindern und ihren Begleitpersonen laufen laut den Behörden bereits. (sda/ eba)

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