Sexualunterricht

Kein weiteres Geld für «Schweizerisches Weisses Kreuz»

Die Aargauer Landeskirche wird 2025 kein Geld mehr an den Verein «Schweizerisches Weisses Kreuz» zahlen. Der Kirchenrat korrigiert einen Entscheid.

Die Aargauer Synode hat im letzten November einen Antrag angenommen, der den Beitrag im Bereich Sexualberatung neu aufteilt. Anstatt wie bisher 10'000 Franken erhält die Fachstelle «Sexuelle Gesundheit Aargau» (Seges) nur noch 5000 Franken. Die übrigen 5000 Franken fliessen dieses Jahr in die Kasse des Vereins «Schweizerisches Weisses Kreuz».

Im November hatte Pfarrer Christian Vogt die Synodalen darauf aufmerksam gemacht, dass die Reformierte Kirche im Vorstand von Seges Einsitz nimmt – erst, nachdem der Entscheid gefallen war. Im März reichte Vogt zusammen mit anderen Unterzeichnenden eine Interpellation ein, die dem Kirchenrat einen Fragenkatalog unterbreitete.

An der Synodenversammlung sagte Vogt, er habe sich überlegt, einen Rückkommensantrag auf den Entscheid über das Budget zu stellen. Aber davon sah er ab, weil ihm «im laufenden Jahr das Budget aufzuheben» übertrieben schien.

Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg nutzte die Antworten auf die Fragen des Interpellanten für eine entschiedene Kurskorrektur. Er sagte: «Der Kirchenrat wird für 2025 wieder 10'000 Franken für die Seges budgetieren.» Die Zusammenarbeit mit der Fachstelle sei sehr gut und sie setze das Geld im Aargau ein. Sie habe einen kantonalen Leistungsauftrag und sei vom Kanton anerkannt.

Das «Weisse Kreuz» hingegen agiere in der ganzen Schweiz und weise eine freikirchliche Prägung auf. Weber-Berg sagte: «Die einzige Überschneidung ist, dass beide sexualpädagogische Einsätze in Schulen und im kirchlichen Umfeld machen.» Er stellte klar: «Es wird keine dauerhafte Aufteilung des Beitrags geben.» Das heisst: Im nächsten Budget wird das «Weisse Kreuz» nicht mehr berücksichtigt und dafür 10'000 Franken für Seges eingestellt werden. (dst)