SEK fordert Schliessung der Geschäfte an Heiligabend

Der 24. Dezember fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. An diesem Tag sollen die Geschäfte geschlossen bleiben, fordert der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK.


«Der Kirchenbund fordert, die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung zu berücksichtigen und nicht alle vorweihnachtlichen Sonntage für den Verkauf zu öffnen», heisst es in einer Medienmitteilung vom 4. Dezember. Damit soll den Traditionen der notwendige Raum gegeben werden. Dies gelte umso mehr, wenn der vierte Adventssonntag auf den Beginn des Weihnachtsfestes fällt.

Der Kirchenbund unterstütze deshalb den Aufruf, die Geschäfte am Sonntag, den 24. Dezember, geschlossen zu lassen und ermutige Geschäftsinhaber, die Angestellten an diesem Tag ihren Familien zu überlassen. «Wer am Sonntag arbeitet, fehlt zuhause. Und wer am 24. Dezember arbeiten muss, fehlt der Familie bei der Vorbereitung auf eines der wichtigsten Familienfeste im Jahr», wird Kirchenbundspräsident Gottfried Locher in der Mitteilung zitiert.

Sonntag setzt ökonomischer Verfügung Grenzen

Wiederholt habe sich der Kirchenbund zur Bedeutung des Sonntags geäussert. Der Sonntag unterbreche den Alltag und schütze die Freiheit der Menschen, weil er der ökonomischen Verfügung über sie eine Grenze setze. Er bilde den Raum für Erholung, Freizeit und Begegnung, heisst es in der Mitteilung weiter. (bat)