Mittelmeer
Sea-Watch kritisiert Gewalt libyscher Milizen
Die Organisation Sea-Watch hat in einem Bericht 60 gewaltsame Vorfälle auf See seit 2016 dokumentiert. In 54 Fällen sei die libysche
Die zivile Seenotrettungsorganisation erwähnt unter anderem gezielten Beschuss, Vorfälle mit Todesfällen von Flüchtlingen, die Behinderung von Rettungsaktionen sowie Schläge gegen Menschen in Not. Die meisten Fälle ereigneten sich demnach in internationalen Gewässern, entweder in der maltesischen oder der libyschen Such- und Rettungszone. Dabei geht die Seenotrettungsorganisation von einer hohen Dunkelziffer aus.
In den vergangenen Monaten hatte die libysche Küstenwache in zwei Fällen die Schiffe ziviler Seenotretter nach deren Angaben beschossen. Im August war die «Ocean Viking» der Organisation SOS Méditerranée für mehrere Minuten unter Beschuss
Libyen ist eines der wichtigsten Transitländer für Flüchtlinge und Migranten aus Afrika auf dem Weg nach Europa. Die libysche Küstenwache, die immer wieder wegen ihres brutalen Vorgehens auf dem Mittelmeer in der Kritik steht, wird auch von der Europäischen Union unterstützt. (epd/ no)