Die Evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schwyz befindet sich derzeit mitten in einem Strategieprozess. Eine im Frühling einberufene Strategiekommission soll innerhalb der nächsten zwei Jahre entscheiden, in welche Richtung sich die Schwyzer Kirche bewegen will.
An der Synode vom 9. November in Arth-Goldau betonte Kommissionspräsident Peter Bertschi, dass die Strategiefindung ein langer Prozess sei. Bertschi schlug vor, dass die wichtigsten «Brennpunkte» der Strategie zusätzlich in einer ausserordentlichen Gesprächssynode im Frühling 2020 diskutiert werden sollten. Dies bewilligte die Synode einstimmig. Ebenso genehmigte sie den Beizug einer externen Moderation für die Gespräche, wie es in einer Mitteilung der Kantonalkirche vom 12. November heisst.
Kritik am Beschluss zur Ehe für alle
Im Anschluss daran genehmigten die Abgeordneten das Budget 2020. Dieses geht von einer ausgeglichenen Rechnung aus. Ebenfalls Ja sagten die Delegierten zu einem Betrag von 6000 Franken für ein kantonales Konfirmanden- und Jugendtreffen im kommenden Jahr in Höfe. Mit der Veranstaltung wolle das Pfarrkapitel das Gemeinschaftsgefühl der reformierten Schwyzer Jugend stärken, heisst es in der Mitteilung.
Für Diskussionen sorgte das Ja der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes zur Ehe für alle. Diese hatte sich am 5. November dafür ausgesprochen, die Ehe für homosexuelle Paare zu öffnen. Ein Synodaler kritisierte, dass dieser Beschluss von «oben herab» und ohne Einbezug der Basis gefällt worden sei. Ein anderer setzte dem entgegen, dass der Kirchenbund die Öffnung nur befürworte, aber nicht befehle. (no)