Schwyzer Reformierte suchen nach einer Zukunftsstrategie

Erstmals in ihrem 20-jährigen Bestehen will sich die Evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schwyz eine Strategie geben. Dazu wurde an der Synode am 13. April eine Kommission gewählt.


Was bewegt die Schwyzer Reformierten? Wohin soll sich ihre Kirche bewegen? Was sind ihre Prioritäten? Diese Fragen beschäftigen in den kommenden Monaten die neu gebildete Strategiekommission der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche Schwyz. An ihrer 50. Synode am 13. April wurden dazu sieben Mitglieder in die zuständige Kommission gewählt, schreibt die Kirche in einer Mitteilung vom 15. April.

Ziel der Strategiekommission sei es, voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre die «brennenden Fragen herauszufiltern», sagt der Präsident des Kirchenrates, Heinz Fischer, auf Anfrage von ref.ch. «Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Kantonalkirche damit eine gesamtkirchliche Strategieplanung für alle Kirchgemeinden, für die Synode und den Kirchenrat».

Junge Kantonalkirche

Der Geschichte der Reformierten ist im urkatholischen Schwyz noch relativ jung: Erst seit Mitte der 50er-Jahre gelten die sechs reformierten Kirchgemeinden des Kantons als selbständige Körperschaften, mit dem Recht, Steuern einzuziehen.

Vor 20 Jahren schlossen sich die Kirchgemeinden zur Kantonalkirche Schwyz zusammen. Etwa zehn Jahre sei man mit dem Aufbau der Strukturen beschäftigt gewesen, sagt Kirchenratspräsident Fischer, dann folgte die Konsolidierung. Nun rüste man sich für zukünftige Herausforderungen. Und hier soll die Strategieplanung helfen, die richtigen Akzente zu setzen.

Weniger Aufwand als budgetiert

Weiter verabschiedete die Synode die Jahresrechnung 2018. Die Kirche gab rund 550’000 Franken aus. Das sind rund 16’500 Franken weniger als budgetiert. Der Aufwand der Kantonalkirche wird jeweils durch Beiträge aus den Kirchgemeinden gedeckt.

Grosszügig zeigte sich die Kirchgemeinde Höfe, die freiwillig rund 200’000 Franken in den interkantonalen Finanzausgleich einzahlte – das sind rund 66’000 Franken mehr als vom Kirchenrat vorgeschlagen. Das Geld kam den strukturschwächeren Kirchgemeinden Einsiedeln, Brunnen-Schwyz und Arth-Goldau zu Gute.

Weiter verzichteten die Synodalen auf die Sondervereinbarung mit dem Kirchenboten: Ihre sogenannte Fixpreisvereinbarung wurde aufgelöst und in eine Vollmitgliedschaft umgewandelt.

Schliesslich vereidigte die Synode Sandro Burgmann aus der Kirchgemeinde Höfe als neuen Synodalen. (mey)