Unter dem Kampagnentitel #TogetherForSyria soll die Schweizer Bevölkerung über den Syrienkonflikt informiert und zum Spenden aufgerufen werden. Im März hatte die UNO die Kampagne #WhatDoesItTake lanciert und so ihre «Frustration über die sich verschlechternde humanitäre Situation in Syrien» ausgedrückt. Die Glückskette habe bisher auf die Solidarität der Schweizer Bevölkerung zählen können und 19,5 Millionen Franken an Spendengeldern gesammelt, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der beteiligten Organisationen vom Sonntag.
Doch nun seien die Spendengelder der Glückskette «praktisch aufgebraucht», für die Weiterführung der Hilfe würden dringend weitere Gelder benötigt. Über den Spendenaufruf hinaus wird die Bevölkerung mit der Kampagne über die digitalen Medien aufgerufen, ihre Solidarität mit den Kriegsopfern und Flüchtlingen auszudrücken. Sie sei zudem ein Aufruf an die Politik, sich für eine politische Lösung im Konflikt einzusetzen.
Der syrische Bürgerkrieg hat gemäss der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bislang mindestens 220’000 Todesopfer gefordert. Nach UNO- Angaben sind 4 Millionen Menschen aus dem Land geflohen, die allermeisten von ihnen befinden sich in den Nachbarländern. In Syrien sind 12,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bei den Partnerhilfswerken der Glückskette handelt es sich um Caritas Schweiz, Handicap International, HEKS, Medair, das Schweizerische Rote Kreuz, Solidar Suisse, Terre des hommes und ADRA. (sda)