Ökumenische Aktion will Syriens Elend in den Zürcher Köpfen wachhalten

Zürcher Kirchgemeinden führen vom 10. bis 19. Dezember eine ökumenische Syrien-Aktion durch. Ihr Ziel: Die Bevölkerung über die Situation in Syrien aufmerksam zu machen.

Tagtägliches Elend ohne Ende: Brennendes Haus in Homs nach der Bombardierung durch die syrische Armee. (Bild: Wikimedia)

Im Zentrum stehe die Frage, was man als Einzelner zur Linderung des Flüchtlingselends beitragen könne, teilte die reformierte Kirche Zürich am Freitag, 5. Dezember, mit. Die Aktion ist Teil einer Kampagne, die in verschiedenen Schweizer Städten stattfindet.

Die Situation in Syrien löse Betroffenheit und Hilflosigkeit aus. Bürgerkrieg und der Terror der Extremisten «Islamischer Staat» hätten mehr als 13 Millionen Menschen in die Flucht getrieben, schreiben die Zürcher Kirchgemeinden in ihrem Flyer zur Aktion. Um die Bevölkerung über konkrete Handlungsmöglichkeiten zu informieren, werden in verschiedenen Kirchgemeinden Standaktionen durchgeführt.

Konkrete Handlungsmöglichkeiten

Auf dem Flyer unter dem Titel «Syrien was kann ich tun?» wird eine breite Palette an Handlungsmöglichkeiten aufgelistet: Geld spenden zugunsten des Hilfswerks der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) oder von Save the Children, eine Kerze anzünden und für Flüchtlinge beten, sich in Form von Deutschunterricht oder Besuchsdiensten für Flüchtlinge engagieren, die bereits in der Schweiz leben, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen, Flüchtlinge zum Essen einladen oder einen Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga unterschreiben, in welchem gefordert wird, dass die Schweiz mindestens 5.000 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen soll.

Die Kampagne wird in Zürich getragen von den reformierten Kirchgemeinden Aussersihl, Grossmünster, Prediger, Altstetten und Industrie sowie von den katholischen Kirchgemeinden Höngg und Heilig Kreuz Altstetten. Des Weiteren gehört Solinetz, die Fachstelle Migration und Integration der reformierten Kirche Zürich zur Trägerschaft. Die Kampagne wird gemäss Ausschreibung auch in Bern, Genf und Neuenburg durchgeführt. (kipa)

 

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