Schaffhausen sei unverkennbar eine Reformationsstadt mit europäischer Bedeutung, heisst es im Ernennungsschreiben der GEKE. Schaffhausen gehört seit 1529 zu den reformierten Schweizer Städten. In jenem Jahr bekannte sich Schaffhausen als vierter eidgenössischer Stand zur Reformation.
Die Stadt zeige aufgrund ihrer besonderen Stellung in der eidgenössischen Reformationsgeschichte ein eigenständiges Profil, schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Dazu gehörten neben den Besonderheiten in der Gottesdienst- und Kirchenordnung die Bedeutung Schaffhausens als Zufluchtsort für die hugenottischen Glaubensflüchtlinge sowie auch die zentrale Rolle für die Geschichte der Täuferbewegung im 16. Jahrhundert.
Jubliäum soll kein «reformierter Alleingang» werden
Für das 500. Reformationsjubiläum hat die Stadt gemeinsam mit der Evangelisch-reformierten Kirche und Schaffhauserland Tourismus bereits ein profiliertes Programm ausgearbeitet, wie es in der Mitteilung heisst.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Gebäude als Zeugen der Reformation, wie etwa die Pfarrkirche St. Johann oder das Grosse Haus am Fronwagplatz mit dem Deckenfresko «Hugenottenmedaillon».
Das Jubliäum soll jedoch kein «reformierter Alleingang» werden, sondern Raum für ökumenische Begegnungen bieten, wie die Stadt schreibt. Im Patronatskomitee sind daher auch die Römisch-katholische Kirche und die Christkatholische Kirchgemeinde vertreten. (sda)