Arabische Welt

Schärfere Corona-Massnahmen während Ramadan

Wegen eines befürchteten Anstiegs an Corona-Infektionen im muslimischen Fastenmonat Ramadan wollen Länder im arabischen Raum die Vorschriften während der Festtage wieder verschärfen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor einem Anstieg der Corona-Infektionen im arabischen Raum während des Ramadans, der in den meisten Ländern voraussichtlich am 13. April beginnt. Im Fastenmonat treffen sich viele Muslime zum gemeinsamen Fastenbrechen und in den Moscheen herrscht meist grosser Andrang. Einige Länder haben deshalb neue Corona-Massnahmen beschlossen.

So will Saudi-Arabien das traditionelle Fastenbrechen (Iftar) und das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete. Gläubige in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten müssen in Moscheen Mundschutz tragen und dürfen sich dort zum speziellen Nachtgebet (Tarawih) höchstens 30 Minuten lang aufhalten.

Geschlossene Geschäfte und Ausgangssperre

Im Oman wird das öffentliche Leben während des Ramadans wieder stark eingeschränkt. Geschäfte müssen geschlossen bleiben, auch sämtliche Aktivitäten in den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung werden ausgesetzt. Ausserdem soll eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 Uhr abends bis 4.00 Uhr morgens gelten. Auch in der Türkei sind während des Fastenmonats verschärfte Corona-Massnahmen angedacht.

Der Beginn des Ramadans hängt vom Erscheinen der Neumondsichel ab, da der islamische Kalender sich nach dem Mond richtet. Gläubige Muslime verzichten im Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Abends kommen sie zum gemeinsamen Fastenbrechen zusammen. (sda/dpa/mos)